Soziale Mission und ökonomischer Druck im Widerspruch
Kirchliche Träger in der Sozial- und Pflegebranche stehen unter wachsendem Wirtschaftsdruck. Wie verändert das den Umgang mit Mitarbeitenden – und wo gerät die soziale Mission in Gefahr?
Kirchliche Träger sind wie andere Anbieter sozialer Dienstleistungen auf Refinanzierung durch Pflegesätze, staatliche Förderungen und Spenden angewiesen. Steigende Kosten bei gleichzeitig begrenzten Einnahmen erzeugen erheblichen Druck auf Personalkosten.
Im Sozialmarkt konkurrieren kirchliche mit privaten und kommunalen Trägern. Die Versuchung, Personalkosten zu senken und flexiblere – oft schlechtere – Arbeitsbedingungen durchzusetzen, wächst mit dem Konkurrenzdruck.
Weniger Personal für dieselbe Arbeit: Arbeitsverdichtung ist in der Sozialbranche ein verbreitetes Problem. Mitarbeitende tragen die Last – physisch und psychisch.
Das ursprüngliche Selbstverständnis kirchlicher Einrichtungen – Dienst am Menschen – gerät in Konflikt mit betriebswirtschaftlichen Logiken. Der Druck, wirtschaftlich zu handeln, verändert die Organisationskultur tiefgreifend.